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Keine 5. Fahrspur am Mediapark

Keine 5-Fahrspur Cinedom
Keine 5. Fahrspur am Cinedom

Am Montagmorgen 29.6.  findet um 9:30 vor dem Cinedom eine von Kölner Radaktivisten angemeldete Demo statt. Anlass ist der Baubeginn der 5. Fahrspur am Mediapark. Vielleicht mag der eine oder andere CM-Mitfahrer daran teilnehmen?

Hier der Demoaufruf:

Die Stadt Köln baut eine fünfte Fahrspur Am Kümpchenshof. Die neugeplante fünfte Fahrspur soll als Zufahrt für die Tiefgarage des Mediaparks dienen und angeblich zur Stauvermeidung an dieser Stelle beitragen.

Verkehrsbeobachtung an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten konnten i.d.R. an dieser Stelle keinen signifikanten Stau feststellen. Nur an Freitag- und Samstag-Abenden kommt es zu einem deutlichen Rückstau aus der Tiefgarage des Mediaparks. Hier handelt es sich um Besucher des Kinos Cinedom. Beobachtungen haben gezeigt, dass die Kapazitäten der Tiefgarage des Cinedoms für die Masse der zu dem Zeitpunkt mit dem PKW kommenden Besucher nicht ausreichend dimensioniert ist.
Seit 24 Jahren, seit der Eröffnung des Cinedoms gibt es an dieser Stelle die Situation mit der Tiefgarage. Die neue Fahrspur wird an dem Rückstau nichts ändern!

Durch die jetzt kommende 5. Fahrspur wird in nicht mehr zeitgemäßer Art und Weise einzig an die (angeblichen) Problemen des motorisierten Individual Verkehrs (MIV) gedacht. Dringende Verbesserungen für den Fußverkehr, vor allem aber für die wichtige und hochfrequentierte Radverkehrsachse Maybachstraße werden nicht oder nur halbherzig umgesetzt. Im Gegenteil, Verkehrsfläche wird dem Fuß-und Radverkehr entzogen und dem MIV zugeschlagen. Durch einen Verzicht auf die 5. Fahrspur wäre Platz für eine andere, zukunftsweisende Aufteilung des Verkehrsraums vorhanden gewesen.

Im stadteigenen Konzept „Köln Mobil 2025“ wird u.a. das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2025 den MIV Anteil am kompletten Verkehrsaufkommen von 40% auf 33% zu reduzieren. Seit Monaten gibt es von der Stadt organisierte Vorträge und Ausstellungen, die die Sinnhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit dieses Ziels untermauern. Will man dieses Ziel wirklich erreichen, muss man heute anfangen, den Verkehrsraum neu und zukunftsweisend aufzuteilen.

Wie man jetzt am Kümpchenshof sehen kann, sind angebliches Ziel und tatsächliche politische Realität zwei verschiedene Dinge in Köln.

Wir fordern:
– Ein Ende dieser autogerechten Politik.
– Ein Hinwenden zu einer wirklich zukunftsweisenden Verkehrspolitik.
– Den Stopp weiterer Ausbauten für den Autoverkehr, vor allem des bald anstehenden Ausbaus des Niehler Gürtels.
– Eine Umschichtung der Mittel im Verkehrshaushalt – weniger Geld für den MIV, mehr Geld für den Rad- und Fußverkehr, damit gute Konzepte, wie die jetzt erarbeiteten Radverkehrskonzepte zügig umgesetzt werden.
– Eine menschenfreundliche Stadt und Mobilität!

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